Nickel-Eiding Rechtsanwälte Nickel-Eiding Rechtsanwälte

Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Die Kanzlei Nickel, Notare Rechtsanwälte Fachanwälte Steuerberater, die ihre Wurzeln in der von Harald Nickels Vater Horst im Jahre 1948 in Hanau gegründeten Kanzlei hat, unterhält heute Niederlassungen in Hanau, Frankfurt am Main und Gelnhausen. Das neue Team, das sich Ende 2011 zusammenschloss, besteht aus den renommierten Rechtsanwälten Harald Nickel und Prof. Dr. Lutz Eiding, Hanau, dem Rechtsanwalt und Notar Frank Bayer, Gelnhausen, sowie Dr. jur. Thomas Voller, Frankfurt am Main. Im November 2011 bezogen sie moderne, neue Büroräume im historischen Lamboy-Quartier auf dem Areal der ehemaligen Hutier-Kaserne am Sophie-Scholl-Platz in Hanau, wo auch die Unternehmenssammlung der Kanzlei, die auf die private und berufliche Leidenschaft von Harald Nickel nicht nur für die Kunst, sondern auch für demokratische Gerechtigkeit zurückzuführen ist, beherbergt wird. „Wir begrüßen es sehr, dass man den von den Nazis eingeführten Namen 'Hutier-Kaserne' fallen lässt und das Gelände nach der für die demokratische Geschichte Deutschlands wichtigen Widerstandskämpferin Sophie Scholl benennt,“ erläutert Harald Nickel. „Mit der Belebung des neuen Dienstleistungszentrum am Sophie-Scholl-Platz und unserer Kooperation mit der Galerie 88 tragen wir dazu bei, an den Mut und die Opferbereitschaft dieser zentralen Figur der Widerstandsgruppe ,Weiße Rose’ zu erinnern, der die furchtbaren Juristen des sogenannten ,Volksgerichtshofs’ ihr junges Leben nahmen.“

Kunst provoziert Kreativität, die sehr gute Rechtsberatung von guter unterscheidet.

Die Sammlung wurde 2000 von Harald Nickel gegründet und 2011 im Zuge der Neuausrichtung der Kanzlei erweitert. Kuratiert wird sie von der Galeristin Gesine Simpfendörfer-Dell von der Hanauer Galerie 88 und ihrem Ehemann, dem FAZ-Journalisten und freien Ausstellungsmacher Holger Dell. Die Sammlung umfasst 124 Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Künstlerbücher von 38 Künstlern und trägt den sowohl provokanten als auch programmatischen Namen „Unangepasst. 'Nischenkünstler' in der ehemaligen DDR“. So werden Werke von Künstlern gesammelt, die sich nicht dem staatlichen Kunstdogma unterwarfen und gegen alle Widerstände eine freie Kunst produzierten, die sich im Gegensatz zum sozialistischen Realismus nicht ideologisch missbrauchen ließ. Hinzu kommen auch nach der Wende entstandene Bilder dieser Künstler. Besonders hervorzuheben in diesem Zusammenhang sind mehr als 20 Gemälde und Arbeiten auf Papier vom Chemnitzer Künstler KLAU HÄHNERSPRINGMÜHL (1950-2006). Er war einer der größten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten der unabhängigen alternativen DDR-Kunstszene der 1980er-Jahre sowie Vorbild und Mentor von vielen jüngeren Künstlern, die nach der Wende zum internationalen Ruhm gelangt sind, wie beispielsweise die Brüder CARSTEN und OLAF NICOLAI. Darüber hinaus sind Bilder von drei Künstlern vertreten, die 1984 zusammen mit drei weiteren Kollegen international Aufsehen erregten, als sie am staatlichen Kunsthandel vorbei die erste große freie Kunstausstellung, den 1. Leipziger Herbstsalon, veranstalteten: FRIEDER HEINZE (Meisterschüler von Werner Tübke und Bernhard Heisig, sowie Schüler von Wolfgang Mattheuer), GÜNTHER HUNIAT und OLAF WEGEWITZ. Stark vertreten ist auch der Thüringer Künstler HARALD GRATZ, der zu DDR-Zeiten in Halle und Dresden Kunst studierte und schon als Student mit kraftvoller Farbigkeit gegen das sogenannte „Dresdner Grau“ antrat. Zur Sammlung gehören außerhalb dieses Rahmens einige international bekannte Künstler aus dem Rhein-Main-Gebiet, so der Bildhauer CLAUS BURY und die Sybille-Merian-Preisträgerin BEA EMSBACH.

KLAUS HÄHNER-SPRINGMÜHL ohne Titel / untitled, 1985 / 1986
KLAUS HÄHNER-SPRINGMÜHL ohne Titel / untitled, 1985 / 1986

„Es ist erfreulich, dass nicht nur große, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen wie die Kanzlei Nickel-Eiding die Kunst als Kommunikationsinstrument nutzen, durch sie Menschen miteinander in Kontakt bringen und zugleich etwas für die Kunst bewegen,“ betont die Sammlungskuratorin Gesine Simpfendoerfer- Dell. „Harald Nickel hat bewusst den Schwerpunkt der Sammlung auf Werke von ehemaligen DDRMalern gelegt, die für die Freiheit der Kunst eintraten und sich nicht durch Repressalien, Ausstellungs- und Reiseverbote von ihrem individuellen Weg auf den staatlich verordneten zwingen ließen. Manche dieser Künstler sind bis heute in der alten Bundesrepublik weitgehend unbekannt geblieben, andere haben auch hier von sich reden gemacht. Alle haben wesentlich beigetragen, dass der Unrechtsstaat zerbrach und nicht nur eine freie Kunstausübung möglich wurde, sondern auch eine unabhängige Rechtsprechung.“ Insgesamt werden auf 500 Quadratmetern, in zehn Räumen und in den Fluren eines ehemaligen Kasernengebäudes Bilder ausgestellt. Die Werke befinden sich in allen Kanzleiräumen, sind für alle Mitarbeiter zugänglich. Diese können auch an Führungen teilnehmen, die meist an Sonntagen angeboten werden. Sämtliche Exponate sind mit Infotafeln versehen. Die Sammlung ist auch der Öffentlichkeit während der Kanzlei-Geschäftszeiten zugänglich, soweit einzelne Räume nicht durch Konferenzen oder Mandantengespräche blockiert sind. Mindestens zwei Mal im Jahr finden Sonderausstellungen zu konkreten Themen oder mit Bezug zur Sammlung statt. Zur Eröffnung der neuen Kanzlei Anfang Dezember 2011 wurde eine umfangreiche Werkschau des in der Sammlung vertre – tenen jüdischen Künstlers GIL SCHLESINGER mit 120 Bildern gezeigt: Malerei und Grafik aus fünf Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens.

News zu Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Wegbereiter

16.10.2015 - Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Eine Kunstausstellung der Kanzlei Nickel Eiding in Zusammenarbeit mit der Galerie ’88 zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit. Vernissage am 16. Oktober 2015 um 17 Uhr. weiterlesen

Ausstellung »Konkret – Konstruktiv – Op-Art«

14.04.2015 - Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Herzliche Einladung zur Eröffnung am Freitag, den 24. April 2015 um 17 Uhr weiterlesen

Osthessen News über Kunst privat

14.05.2014 - Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Bericht von Osthessen-News weiterlesen

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Corporate Collections

Auszug der Seiten von Nickel Eiding aus dem Buch »Corporate Collections 2012« über Kunst am Sophie-Scholl-Platz

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