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09.05.2014 | Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Kunst privat!

Erotische Kunst am Sophie-Scholl-Platz

Sinnlich – berauschend – frivol

Kanzlei Nickel-Eiding präsentiert fast 300 Werke –
Bei Kunst Privat am 11. Mai öffentliche Ausstellung von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Ob Albrecht Dürer, Pablo Picasso, Marc Chagall, ob Man Ray, Helmut Newton, Günter Grass, Tomi Ungerer, Richard Mansfeld oder Harald Reiner Gratz – eins ist all diesen Künstler gemein: Erotik spielt in ihren Werken eine bedeutende Rolle. Das zeigt die neue Ausstellung des Projekts „Kunst am Sophie-Scholl-Platz, die bis Anfang Oktober in der Kanzlei Nickel.Eiding zu sehen ist. Unter dem Titel „Sinnlich – berauschend – frivol“ präsentiert die Rechtsanwaltskanzlei gemeinsam mit der Hanauer Galerie `88 in zwölf Räumen fast 300 Werke von den genannten und vielen anderen Malern, Grafikern, Fotografen und Bildhauern.

Es ist eine imposante internationale Schau, die allerdings nicht den Anspruch erhebt, das weitgefächerte Spektrum erotischer Kunst abzudecken. Sie wirft aber ein Schlaglicht auf einige der vielfältigen Ausdrucksformen eines künstlerischen Sujets, das – obwohl Erotik seit Jahrtausenden Gegenstand künstlerischer Darstellungen ist – bis vor wenigen Jahrzehnten noch im Verborgenen blühte und vielen Menschen bis heute als unsittlich, als obszön gilt.

Selbst in Zeiten, da schon im Vormittagsprogramm des Fernsehens Kinder Beischlafszenen verfolgen können, erregt erotische bildende Kunst immer noch Ärger vor allem bei Leuten, die ihre eigene „schmutzige“ Phantasie und Neigungen entblößt glauben. Man muss aber nicht mit Adolf Loos einig sein, der vor mehr als 100 Jahren behauptete, alle Kunst sei erotisch. Man muss ihm nicht folgen, dass bereits eine horizontale Linie eine liegende Frau bedeute und eine vertikale einen Mann, der in sie eindringe. Man muss auch nicht, wie bei Gustave Flaubert beschrieben, gleich in jedem Turm, jeder Kerze oder in Bäumen Phallussymbole sehen.

Dennoch liegt gerade in jenen Darstellungen der besondere Reiz, die, anders als bei der Pornografie, Spielraum für Deutungen und Emotionen bieten. Die erotische Kunst spielt in dieser Ausstellung mit Symbolen und Fetischen, Vorlieben der Betrachter für bestimmte Körperteile, Lippen, Haare, Augen, Rundungen, die mitunter nur in Andeutungen vorhanden sind. Sie spiegelt Lust wider und nimmt Selbstgefälligkeit aufs Korn. Sie präsentiert, neben den oben genannten Künstlern, große Namen wie Ernst Fuchs, Jahrgang 1930, den Altmeister der Wiener Schule, Elvira Bach, Uwe Bremer, Wolfgang Oppermann, Herbert Schneider. Vertreten sind unter anderen die Spanier Salvador Dali, Josep Guinovart und Maria José Lopez y Lopez, die Fotografen Man Ray, Helmut Newton, André de Dienes und der eher als Zeichner bekannte Heinrich Zille mit einem im Berliner Atelier des Hanauer Bildhauers August Gaul um 1900 geschossenen Aktfoto.

Eine Reihe von Kupferstichen Dürers huldigt in der Kanzlei-Ausstellung der Schönheit des nackten weiblichen Körpers. Heraus ragen auch die Aktdarstellungen des französischen Malers Claude Garache und die erotische Suite des Dresdner Malers Richard Mansfeld. Zahlreiche Grafiken Picassos stellen das Berauschende heraus, wenn sich beim Bacchanal Liebespaare, Sänger und Tänzer fröhlich vergnügen. Zum Vergnügen des Betrachters gereichen die Bilder eines Künstlers, der ebenso wie der auch in der Ausstellung zu findende Walter Schmögner eher durch Kinderbuch-Illustrationen bekannt ist: der Franzose Tomi Ungerer. Dieser zeigt mit frivolen Zeichnungen zu literarischen Stoffen, dass Erotik durchaus zum Schmunzeln geeignet ist.

Im Mittelpunkt der Ausstellung sehen die Bilder des Thüringer Malers Harald Reiner Gratz, große und kleiner Leinwände zur Erotik in Märchen und Schauspiel wie in Alltagssituationen. Daneben macht Gratz mit einer Akt-Serie in kraftvollen Farben auf sich aufmerksam. Schließlich geben sind auch Arbeiten von Künstlern aus der Region beteiligt, so der 1937 in Hanau geborene Hans-Jürgen Diehl, der international Karriere gemacht hat und heute in Berlin und New York lebt und der in Maintal ansässige Main-Kinzig-Preisträger Hans Ticha. Der seit den sechziger Jahren zu den bedeutenden Deutschen Grafikdesignern gehörende und in Offenbach arbeitende Gerhard Lienemeyer, Schöpfer vieler Sonderbriefmarken der Deutschen Post und der Plakate in den ersten Jahren des Hanauer Keramikmarktes, hat eigens für die Ausstellung eine erotische Kuckucksuhr geschaffen.

Mit dieser Sonderausstellung wollen die Kanzlei Nickel Eiding, Rechtsanwälte, Notar, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater auch ein Glanzlicht zur diesjährigen Aktion Kunstprivat setzen, bei der, organisiert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, hessische Unternehmen zum 10. Male ihre sonst zum Teil verborgenen Kunstschätze der Öffentlichkeit präsentieren. So findet am Sonntag, 11. Mai, um 14 Uhr eine Führung mit Rechtsanwalt Harald Nickel statt.

In den Räumen von Nickel Eiding / Auf dem Gelände der ehemaligen Hutier Kaserne