NICKEL EIDING RECHTSANWÄLTE NOTAR STEUERBERATER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Nickel-Eiding Rechtsanwälte Nickel-Eiding Rechtsanwälte
10.06.2014 | Gesellschaftsrecht

Der BGH (Urt. v. 8.10.2013, II ZR 310/12) klärte, dass der Gesellschafter einer KG bei Gesamtschuld von Gesellschaft und weiterem Gesellschafter nicht verpflichtet ist, sich wegen gesellschaftsrechtlicher Treuepflichten vorrangig seine Ansprüche gegen die Gesellschaft gerichtlich geltend zu machen.

Der Bundesgerichtshof klärte jüngst eine langjährige Streitfrage und entschied:

Der Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, der eine Drittgläubigerforderung gegen einen Mitgesellschafter geltend macht, ist grundsätzlich nicht verpflichtet, zunächst die Gesellschaft in Anspruch zu nehmen. Eine generell nur subsidiäre Haftung der Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft aus Drittgeschäften mit anderen Gesellschaftern lässt sich aus der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht nicht ableiten. (BGH, Urt. v. 8.10.2013, II ZR 310/12).

Harald Nickel